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Schockanrufe verweisen auf die Notaufnahme der Klinik Krumbach

Was sich zwei Krumbacher in anonymen Anrufen anhören mussten. Und welche Tipps die Bayerische Krankenhausgesellschaft und das Landeskriminalamt haben

Schockanrufe in Zusammenhang mit Krankenhäusern: Was immer wieder in den Medien auftaucht, betrifft jetzt ganz aktuell auch die Klinik Krumbach. Denn gestern (Montag) und heute sind Krumbacher angerufen worden, ohne dass eine Nummer des Anrufenden angezeigt worden wäre. Der anonyme Anrufer behauptete, ein Angehöriger sei schwer verletzt in die Notaufnahme der Klinik Krumbach eingeliefert worden. Die angerufene Person solle schnell ins Krankenhaus kommen. Viel weiter ist das krude Telefongespräch nicht gegangen, weil die Angerufenen gut reagiert und nachgefragt haben. Daraufhin hat der anonyme Anrufer aufgelegt. Der örtlichen Polizei sind die Fälle inzwischen bekannt. Welche Absicht der Anrufer verfolgt hat, bleibt unklar: Zu Geldforderungen ist es nicht gekommen.  

In diesem Zusammenhang warnen die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) gemeinsam in einer aktuellen Mitteilung vor betrügerischen Schockanrufen durch - andere Version - angebliche Klinikbeschäftigte.   

Wie emotionaler Druck ausgeübt wird 

Bei diesen sogenannten „Schockanrufen“ behaupten Anrufer, ein naher Angehöriger sei nach einem schweren Unfall oder aufgrund einer lebensbedrohlichen Erkrankung im Krankenhaus aufgenommen worden. Im weiteren Gespräch üben die Betrüger gezielt emotionalen Druck auf die Angerufenen aus und fordern hohe Geldsummen. Angeblich sei die sofortige Zahlung notwendig, um eine dringend benötigte Behandlung, eine Operation oder die weitere medizinische Versorgung des Familienmitglieds sicherzustellen.

Betrüger setzen ihre Opfer ganz bewusst unter emotionalen und zeitlichen Druck, sodass diese oft nicht mehr im Stande sind, rationale Entscheidungen zu treffen. Potenzielle Opfer sind daher, in jeder Alters- und Gesellschaftsschicht zu finden. Unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz ist es möglich, Betrugsmaschen noch glaubhafter zu gestalten.

„Krankenhäuser fordern niemals telefonisch Geldzahlungen“ 

„Diese Anrufe sind perfide und zielen darauf ab, Menschen in einer emotionalen Ausnahmesituation zu schnellen Entscheidungen zu bewegen“, erklärt Eduard Fuchshuber, BKG-Pressesprecher. „Krankenhäuser fordern niemals telefonisch Geldzahlungen von Angehörigen, um medizinische Behandlungen durchzuführen oder fortzusetzen.“

Die BKG und das Bayerische Landeskriminalamt empfehlen:

  • Legen Sie sofort auf! Beenden Sie das Telefonat sofort, sobald Geldforderungen gestellt werden!
  • Rufen Sie die vermeintlich betroffene Person unter der Ihnen bekannten Telefonnummer an – auch hierzu ist ein vorheriges Auflegen unabdingbar.
  • Krankenhäuser verlangen niemals die Bezahlung per Vorkasse, Bargeld oder Wertsachen.
  • Medizinische Notfallbehandlungen oder Operationen werden sofort durchgeführt und nicht von vorherigen Zahlungen abhängig gemacht!
  • Übergeben Sie niemals Wertsachen oder Geld an Unbekannte!
  • Teilen Sie keine persönlichen oder finanziellen Daten mit unbekannten Anrufern.
  • Wählen Sie aktiv den Notruf 110 und beenden Sie davor das Telefonat bewusst.
  • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!

Wer einen entsprechenden Anruf erhält, sollte das Gespräch umgehend beenden und sich nicht auf Diskussionen mit dem Anrufer einlassen. Betroffene sollten anschließend die besagte Person oder andere Familienangehörige direkt kontaktieren und den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle melden.

So kann man sich rückversichern

„Wer unsicher ist, ob ein Anruf tatsächlich von einem Krankenhaus stammt, sollte die offizielle Telefonnummer des Krankenhauses wählen und sich direkt mit der entsprechenden Station oder der zentralen Auskunft verbinden lassen“, so der BKG-Sprecher.

 

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