Kardiologen der Kreiskliniken und des Cardiozentrums machen sich für Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen stark
Kürzlich stand ein Doppeldeckerbus in Ottobeuren an zentraler Stelle (Foto). Er ist zentraler Bestandteil der Initiative „Herzenssache Lebenszeit“, die sich zum Ziel gesetzt hat, deutschlandweit über verschiedene Volkskrankheiten zu informieren. Am 16. Juli ist Günzburg die Station der gesundheitlichen Aufklärungstour. Dann beantworten Ärzte und Fachpersonal der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach und des Cardiozentrums Günzburg zwischen 11 und 16 Uhr auf dem Lannionplatz Fragen von Bürgerinnen und Bürgern. Auch kostenfreie Tests und kurze Beratungen werden angeboten. Foto: Pablo Altmann
Die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach und das Cardiozentrum Günzburg (früher: Centrum für kardiovaskuläre Medizin, CKM) engagieren sich aktiv für die Kampagne „Herzenssache Lebenszeit“. Am Donnerstag, 16. Juli, steht ein signalroter Infobus im Design eines US-Schulbusses zwischen 11 und 16 Uhr auf dem Günzburger Lannionplatz (zwischen Jahnhalle und dem Forum am Hofgarten). Experten und Fachpersonal aus der kardiologischen Abteilung der Kreiskliniken und aus dem Cardiozentrum informieren rund um die Themen Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen. Interessierte haben hier die Möglichkeit, im direkten Gespräch mit den Ärzten offene Fragen zu klären und ihr persönliches Risiko für diese Erkrankungen testen zu lassen. Hierfür werden beispielsweise Blutdruck, Blutzucker-, Cholesterinwerte (LDL, HDL) und die Herzströme gemessen. Auch Eiweiß im Urin wird auf Wunsch untersucht. Informationsmaterialien tragen zur zusätzlichen Aufklärung über Risikofaktoren bei.
„Unser Engagement als Klinik geht weit über die eigentliche Versorgung von Patienten hinaus“, sagt Dr. Carsten Hehlert-Friedrich, Chefarzt für innere Medizin (Kardiologie und Angiologie) der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach. „Durch unsere Beratung der Menschen vor Ort möchten wir zur Aufklärung beitragen. Sollten sich Hinweise etwa auf Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin oder einen Prä-Diabetes finden, können durch eine frühzeitige Therapie und Verhaltensänderung, zum Beispiel Nikotinverzicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindert werden“, ergänzt Dr. Adnan Yerli, Leitender Oberarzt für Kardiologie und Standortleiter an der Klinik Günzburg.
Vor dem Hintergrund sowohl einer ansteigenden Tendenz der Erkrankungszahlen als auch dem erheblichen Risiko für Folgeerkrankungen ist leicht erkennbar, dass eine gezielte Aufklärung über die Zusammenhänge zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren und Erkrankungen wie Schlaganfall, Vorhofflimmern, Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz notwendig ist. Dabei „sind wir in den vergangenen 20 Jahren im Landkreis Günzburg schon auf einem guten Weg“, wie Dr. Jürgen Hug, Ärztlicher Leiter des Cardiozentrums Günzburg betont. „Was hier ebenfalls gut zusammenpasst, ist die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Herzmedizin zum Wohle der Patientinnen und Patienten. Das ist nicht überall selbstverständlich.“
Grundsätzlich – und da sind sich Fachleute einig – bleibt in der medizinischen Praxis noch zu häufig unberücksichtigt, dass die so genannten Volkskrankheiten, die Niere, Stoffwechsel oder Herz betreffen, in enger Verbindung stehen, sich gegenseitig verstärken und den Krankheitsverlauf insgesamt beschleunigen können.
Die von Boehringer Ingelheim initiierte und umgesetzte bundesweite Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“ setzt genau hier an: Experten vermitteln im direkten Kontakt notwendiges Wissen und fördern das Risikobewusstsein. Denn wer sein persönliches Risiko kennt und eine gezielte Vorbeugung wie ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Bewegung umsetzt, kann Risikofaktoren für eine Erkrankung vermeiden, seine Lebenszeit verlängern und nicht zuletzt seine Lebensqualität erhöhen.
Birgit Härtle, Projektleiterin der Aufklärungskampagne „Herzenssache Lebenszeit“, ergänzt: „Es ist gerade die übergreifende Zusammenarbeit von Fachärzten, Kliniken, Selbsthilfegruppen, Herstellern, Politikern und Verbänden, die unsere Aufklärungsarbeit erfolgreich macht. Nur gemeinsam können wir die Bevölkerung für die Erkrankungen wie Herz- und Niereninsuffizienz, Schlaganfall und Diabetes nachhaltig sensibilisieren.“