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Berührung mit der Welt des Krankenhauses

Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler waren am "Tag der Ausbildung" im Landkreis Günzburg zu Gast in den Kreiskliniken

Normalerweise haben Schülerinnen und Schüler am Buß- und Bettag in Bayern frei. Mehr als 500 von ihnen haben sich im Landkreis Günzburg aber für etwas anderes entschieden. Sie nahmen an einer von insgesamt 31 Bustouren teil, die zu 81 Ausbildungsbetrieben führten. Die Kreiskliniken Günzburg-Krumbach werden vom veranstaltenden Regionalmarketing Günzburg (RMG) als zwei Standorte geführt. Durch die beiden Bustouren dorthin kamen am Mittwoch etwa zehn Prozent der insgesamt teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die sich langsam mit dem Thema Ausbildung beschäftigen müssen, mit den Kreiskrankenhäusern in Berührung. 

Die Praxisanleitungen und Pflegedienstleitungen in den Häusern haben sich einiges einfallen lassen, um zu zeigen, worauf es ankommt und was wichtig ist. Ein etwa halbstündiger Vortrag über die Berufsmöglichkeiten an einem Krankenhaus stand zu Beginn sowohl in Krumbach wie in Günzburg.

Krumbacher Klinik-Rallye 
Der „praktische Teil“ hat sich dann unterschieden: In der Klinik Krumbach stimulierte eine „Klinik-Rallye“ den Wettkampfgeist der Teilnehmenden. Der moderne Krankenhaus-Fünfkampf unter sich selbst bildenden Teams bestand aus Betten beziehen, wahlweise einen Kopf- oder Ellenbogenverband anlegen, Organe raten (und an der richtigen Stelle in einer Körperabbildung anbringen), an Unterarmgehstützen eine bestimmte Strecke zurücklegen und schließlich einen Slalomparcours im Rollstuhl bewältigen. Alles gar nicht so einfach, aber zum Teil seien die Leistungen „wirklich beachtlich gewesen, erstaunlich“, bilanzierte Praxisanleiterin Julia Blattmann. „Allen hat es unheimlich Spaß gemacht, mitzumachen.“

In der Klinik Günzburg gab es Informationen an verschiedenen Stationen: Leiterin Ilse Steinle sagte etwas zu den vielfältigen Aufgaben im Labor, in dem beispielsweise Blut- und Urinproben auf ganz unterschiedliche Merkmale untersucht werden - elementar für die Diagnostik und die weitere Behandlung. Ein kurzer Besuch des Kreißsaals wurde ermöglicht. Im Schulungsraum führte Praxisanleiter Martin Schulz an einem Puppentorso („Phantom“) vor, was nach einem Herz-/Kreislaufstillstand zu tun ist, um jemanden wiederzubeleben. Die Herzdruckmassage hat mit ziemlich viel Ausdauer zu tun, haben die Jugendlichen gemerkt, die es selbst versucht haben. 

Notaufnahme-Leiter Stefan Kunz spricht darüber, was seinen Beruf so spannend macht
Und schließlich erklärte der Leiter der Notaufnahme, Stefan Kunz, wie das hier in seinem Bereich funktioniert, wer was zu tun hat. Das alles führte er im Schockraum aus, dem Herzen der Notaufnahme, in dem dank hochkompetenter und engagierter Kolleginnen und Kollegen sehr häufig das Leben siegt. Zwischen 80 und 120 Patientinnen und Patienten würden hier jeden Tag behandelt, ob mit kleineren oder großen Verletzungen oder wegen anderer akuter Gesundheitsbeschwerden. „Es ist nicht selten arbeitsreich, aber total vielfältig und sehr spannend“, fasste Kunz seine Tätigkeit zusammen - für ihn ein Traumberuf.

Und schließlich führte Andreas Eberle vor, wie ein Unterarmgips angelegt wird. Der Fachkrankenpfleger für Notfallpflege legte zwei Schülerinnen auch Bleischürzen an (im Falle angenommener Röntgenaufnahmen). Eine weitere Schülerin merkte, dass es ziemlich schnell warm wird in Schutzkleidung, die für die Behandlung von infektiösen Patienten vorgesehen ist. Nach dem Mittagessen in der Personalkantine ging's weiter zum nächsten Betrieb. 

Stolz auf den 4. Tag der Ausbildung
RMG-Geschäftsführer Axel Egermann ist stolz auf diesen zu Ende gegangenen 4. Tag der Ausbildung. „Wir haben über 100 Ausbildungsberufe  zeigen können und hatten noch nie so viele Schüler.“ Die Kreiskliniken haben sich gefreut, wieder dabei gewesen gewesen zu sein. Fest steht jetzt schon für das Regionalmarketing wie für die Kreiskliniken: Fortsetzung folgt am Buß- und Bettag 2026!

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